In Planung.
Klassisches Kinderkonzert: „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski
„Debussy-Trio München“ und „Das Papiertheater Nürnberg“ zu Gast im Schloss
„Es muss nicht immer Mozart sein“ – Der Verein Musik Aktiv e. V. will seine jungen Zuhörer bei seinen Konzerten mit auf eine musikalische Reise nehmen, die ihnen die ganze Welt der klassischen Musik näher bringt. Waren in den vergangenen Jahren vor allem Vivaldi mit den Vier Jahreszeiten, Mozart mit seiner Zauberflöte und Humperdinck mit Hänsel und Gretel auf dem Spielplan gestanden, so wagt sich der Verein nun an die Programmusik aus dem 19. Jahrhundert heran. So wird im Deutschordensschloss in Postbauer-Heng am 10. Oktober 2010 das Debussy Trio München das ursprünglich als Klavierzyklus komponierte „Bilder einer Ausstellung – Erinnerungen an Viktor Hartmann“ von Modest Mussorgski aus dem Jahre 1874 mit einer Bearbeitung von Gunter Pretzel für die Instrumente Harfe, Flöte und Viola auf dem Programm stehen. Claude Debussy (1862 – 1918) vereinte die verschiedenen Charaktere dieser drei Instrumente in einer faszinierenden Sonate voll kompositorischer Raffinesse und spielerischer Virtuosität. Das Debussy Trio München hat die gelungene Symbiose dieser Instrumente zum Anlass ihres Zusammenschlusses genommen. In den zurückliegenden Jahren war das Debussy-Trio zu Gast bei vielen Konzertreihen im In-und Ausland und hat für den Rundfunk zahlreiche Originalwerke für diese Besetzung eingespielt.
„Bilder einer Ausstellung“ wird allgemein als Musterbeispiel für Programmusik gesehen. Die einzelnen Sätze im Original beschreiben Gemälde und Zeichnungen von Viktor Hartmann, ein Freund Mussorgskis. Die Bilder mit den Titeln: „Der Gnom“, „Das alte Schloss“, „Die Tuilerien (Spielende Kinder im Streit)“, „Der Ochsenkarren“, „Ballett der Küklein in ihren Eierschalen“, „Samuel Goldenberg und Schmuyle“, „Der Marktplatz“, „Mit den Toten in einer toten Sprache“, „Die Hütte auf Hühnerfüßen“ und „Das Heldentor“ werden für die Kinder musikalisch programmatisch verarbeitet und wiedergegeben vom Debussy Trio München, während Johannes Volkmann mit seinem Papiertheater Nürnberg zeitgleich die Bilder in eine siebeneinhalb Quadratmeter große Papierwand reißt und schneidet.
Das Papiertheater ist eine Tourneebühne ohne eigene Spielstätte. Mit Papierrolle und Schere im Gepäck ist das Papiertheater überall zu Hause. Die sehr bildhaften Inszenierungen finden weltweit großen Anklang. Die Verbindung der Musik des Debussy Trios München und der direkten Entstehung der Bilder auf der Papierwand lässt „Bilder zum Hören“ und „Musik zum Sehen“ entstehen. Das Papiertheater antwortet der Musik mit Bildern, deren Unmittelbarkeit und Hintergründigkeit sich mit der Musik die Waage halten. Dabei wird die Musik oft auf überraschende Weise umgedeutet, die Musik findet in Bildern statt, die Bilder finden die Musik. Es eröffnet sich ein Spiel der Wahrnehmung, die Phantasie des Publikums wird selbst zur Bühne. Auf ihr entsteht in Farben und Tönen, Formen und Klängen in jedem Zuschauer immer wieder etwas Neues.
Der Verein Musik Aktiv e. V. möchte Kindern schon frühzeitig einen vertrauten Umgang mit der klassischen Musik und mit natürlichen Musikinstrumenten ermöglichen. Kinder können durchaus anspruchsvolle Musik verstehen, wenn sie ihnen entsprechend erklärt wird. Die unendliche Vielfalt der klassischen Musik schult das Hinhören, regt die Fantasie an, zeigt Möglichkeiten auf und ist ein wichtiger Beitrag zur ästhetischen Erziehung. Bei den Kinderkonzerten von Musik Aktiv kommen auch die Erwachsenen auf ihre Kosten. Durch die auf Kinder bezogene Darstellung ist ein Mitlernen und Verstehen immer garantiert. Da schleicht so manches „Aha-Erlebnis“ durch den Saal des Deutschordensschlosses.
Weitere Informationen zum Papiertheater finden Sie hier: Das Papiertheater